Jaroslav Suchy: »Erlebnisreiche Eskapaden des Soldaten Eduard Kiebitz«

Aus der Sicht der meisten lebenserfahrenen Menschen ist es kaum nachvollziehbar, weshalb das Böse dieser Welt von einigen Leuten akzeptiert und in manchen Fällen sogar geplant und verherrlicht wird. Vielleicht liegt dies einerseits an dem jugendlichen Leichtsinn derer, die sich in der Annahme bedauern, in ihrem bisherigen Leben viel zu wenig erlebt zu haben.

Sie suchen daraufhin irgendein Abenteuer oder gar den ultimativen Kick und scheuen dabei keinerlei Gefahr. Andererseits aber dienen dem Bösen dieser Welt auch einige machtbesessene, politisch orientierte Individuen, die keine Scham verspüren, wenn sie jene leicht beeinflussbaren, kicksüchtigen Abenteueranwärter zur Vollendung ihrer eigenen niederträchtigen Machenschaften missbrauchen.


Das vor Ihnen liegende Werk erzählt in drei Büchern die Geschichte eines jungen böhmischen Mannes, dessen Schicksalsweg ihn zeitweilig dahin führte, wo er eigentlich nicht sein wollte. Es ist sicher nicht einfach, an einem Ort, der einem widerstrebt, Fuß zu fassen. Da aber im Leben eines Draufgängers so gut wie nichts unmöglich ist, verstand es dieser junge Mann, den Verlauf seines ungewollten Armeelebens so zu steuern, dass er die Misere, die ihn umgab, zu einem halbwegs annehmbaren Lebensort zu verwandeln vermochte.


Möge diese Geschichte all jene Leser erfreuen, die mit der Gegenwart des Soldatentums nichts am Hut haben. Um den Ruf des eigentlichen Sinns des Armeedienstes jedoch nicht ganz in den Schmutz zu ziehen, wäre es vielleicht angebracht, folgendes zu erwähnen: Die Erlangung eines auferzwungenen Sinns für Ordnung, Sauberkeit, Verantwortung, selbstständiges Handeln, Lernbereitschaft und bedingten Gehorsam – sowie für weitere, bei manchen jungen Leuten bereits völlig fehlende Tugenden, wie Kameradschaft und Hilfsbereitschaft – ist jedenfalls als sehr nützlich zu betrachten.

Dahingehend wäre ein allgemeiner Armeedienst bedingt als gewinnbringend akzeptierbar und die damit verbundene Erzählung doppelt lesenswert. Und eines noch - das Wichtigste: "Lachen ist gesund und erhält einen jung.

Zitat des Monats

Autoren sollten stehend an einem Pult schreiben. Dann würden ihnen ganz von selbst kurze Sätze einfallen.

Ernest Hemingway

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