Das takt-Magazin widmet sich Gerald Gleichmanns »Kuh Miranda«

Rezension takt!Magazin, Januar 2012

Gerald Gleichmann
»Wer erschoss die Kuh Miranda?«
16 satirische Kabinettstückchen

Gerald Gleichmann erlernte erst den schönen Beruf des Porzellanmalers, klassischerweise in Lichte, bevor er sich für eine berufliche Laufbahn im geisteswissenschaftlichen Bereich entschied. Der 1957 bei Sonneberg geborene jetzige Erfurter begann nach dem Erwerb der mittleren Reife und seiner Lehre in Lichte, 1975 als Bibliotheksassistent zu arbeiten. Im Jahr darauf hielt er seine ersten Lesungen, aber noch mit Werken anderer Autoren. Zwei Jahre später trug er dann eigene Texte vor: »Schon in der Schule habe ich Gedichte und einen Krimi geschrieben.« Auch in wissenschaftlicher Hinsicht näherte er sich dem Metier; er studierte zuerst Bibliothekswissenschaften und von 1990 bis 1993 in Hamburg Literatur. Daneben war und ist er tätig als Clubleiter, bei der Volkssolidarität, im Archivwesen und dann in der Bibliothek Erfurt.

Gerald Gleichmann: »Alle beruflichen Stationen lagen mir am Herzen. Auch die des Porzellanmalers. Ich hatte Freude am künstlerischen Gestalten.« Seine kreative Ader lebt Gerald Gleichmann heute beim Verfassen von heiteren Texten aus: »Ich möchte Menschen zum Lachen bringen, nicht durch flachen Humor, sondern mehr durch satirisches Überspitzen. Ich schreibe Kurzprosa, die aus dem Leben gegriffen ist. Orientiere mich an Goethe, Schiller und Wieland.« Der Autor bietet seine Arbeiten Verlagen an, zum Beispiel dem Verlag Neue Literatur in Jena. Dazu gehört auch sein jüngstes Werk »Wer erschoss die Kuh Miranda…?«
Wer hat die Kuh Miranda erschossen und warum fährt eine Nonne im Auftrag Gottes Traktor? Was machen rüstige Rentner gerne in ihrer Freizeit und wieso ist es unmöglich, gegen die deutsche Bürokratie zu gewinnen? Humorvoll und intelligent erzählt Gerald Gleichmann in seinen heiteren Kurzgeschichten von den Widrigkeiten des Alltags und den kleinen bis mittleren Katastrophen mit der Obrigkeit.
In seinen 16 kurzen Erzählungen erschafft er liebenswürdige Charaktere und berichtet in unterhaltsamen Episoden ihre skurrilen Erlebnisse und Tragödien. Doch seine Geschichten sind mehr als nur ein Sammelsurium kurioser Begebenheiten. Mit viel Witz und bissigen Pointen macht er auf die alltäglichen Befindlichkeiten und Probleme des kleinen Mannes aufmerksam und geht dabei der Frage nach, ob das Leben überhaupt gerecht sein kann …


Zitat des Monats

Autoren sollten stehend an einem Pult schreiben. Dann würden ihnen ganz von selbst kurze Sätze einfallen.

Ernest Hemingway

demnächst im Verlag

Jaroslav Suchy

»Erlebnisreiche Eskapaden des Soldaten Eduard Kiebitz«

Aus der Sicht der meisten lebenserfahrenen Menschen ist es kaum nachvollziehbar … [mehr]


Werner Schunk

»Selbst ist der Arzt – Teil 2«

»Blut ist ein ganz besonderer Saft«, ließ Goethe Mephisto in seinem »Faust« lakonisch feststellen. Seinerzeit reichte das völlig aus, um das Lebenselixier adäquat zu beschreiben … [mehr]

Unser Verlagsprogramm

Verlag Neue Literatur :: Verlagsprogramm

Unser aktuelles Verlagsprogramm mit all unseren Novitäten finden Sie [hier] ...

Gern können Sie sich auch einen Überblick über unsere [Backlist] verschaffen.